Beeindruckende Ausstellung im Pfarrheim in Mesum vom 21.12.2025 – 10.01.2026

„Maria – eine Frau mit Wert und Würde“

Mesum/Elte/Hauenhorst Was eigentlich als Abschlussveranstaltung des Jahresthemas 2025 „Wert und Würde“, das monatelang die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer in vielerlei Aspekten und Veranstaltungen begleitete, gedacht war, rückt nun zum Jahresende noch einmal mit optischer Wucht als farbenprächtige und detailreiche Ausstellung in den Blickpunkt: Am Sonntagnachmittag eröffneten Pfarrer Thomas Hüwe und ein Mitarbeiterteam im Mesumer Pfarrheim eine große bildreiche Figurenschau und Szenerie zum Thema „Maria – eine Frau mit Wert und Würde“.

Dabei lobte er die schöne, informationsreiche Zusammenstellung, die den gesamten Pfarrheimsaal ausfüllt, als eine gelungene Arbeit von Eva Maria Jansen aus Sendenhorst, die mit ihrem Team Petra Greiwe und Mechthild Ahlers in fünftägiger Arbeit dieses umfassende Werk aufbaute. Mit Hilfe unzähliger LEA-Figuren wird dabei die Lebensgeschichte von Maria, der Mutter Gottes, erzählt und in liebevoll ausgestatteten Einzelbildern dargestellt, die auch den Alltag in einer jüdischen Familie vor 2000 Jahren darstellen. Beginnend mit Geburt und Kindheit, über die Darstellung im Tempel, der Verkündigung durch den Engel und dem Leben mit Josef spannt sich der Bogen bis zur Geburt Jesu, der Verfolgung durch Herodes und der entbehrungsreichen Flucht nach Ägypten bis zur Kreuzigung Jesu, der bittersten Stunde im Leben Marias.

Eva Maria Jansen führte zur Eröffnung das interessierte Publikum durch die Ausstellung und erläuterte bei einem ersten Rundgang zunächst Konzeption, Zielsetzung und Aufbau. Verglichen mit der Bedeutung Marias werde über deren Leben und Wirken als Frau in den Evangelien nur spärlich berichtet. Daher recherchierte das Team jahrelang in weiteren Quellen und suchte nach zusätzlichen Texten zur Person. Fündig geworden sei man in einigen Legenden und vor allem im Protoevangelium des Jakobus, auch als „Offenbarung des Jakobus“ bekannt, das im 2. Jahrhundert entstand. Diese frühchristlichen Beschreibungen, die allerdings keine Aufnahme in das Neue Testament fanden, zu Herkunft und Leben der Jungfrau Maria lieferten für die Ausstellung umfangreiches Material zur Darstellung der historischen Person, ihres Alltags in damaliger Zeit bis zum leeren Grab nach ihrer Aufnahme in den Himmel. Wichtig sei dem Team gewesen, so Eva Maria Jansen, dass Maria bis heute eine große Bedeutung in der Kirche habe. Das habe man im Schlussbild der Schau durch die moderne Bekleidung der Figuren anschaulich herausgestellt.

Was die Ausstellung neben der theologischen Auseinandersetzung mit Maria so interessant macht, sind ihre didaktische Konzeption, der methodisch durchdachte Aufbau und insbesondere die liebevoll-fachliche Umsetzung in akribischer Kleinarbeit. Da wird Geschichte lebendig mit dem Leben zur Zeit Jesu, betrachtenswert im Alltag der Menschen damals mit der präzisen Wiedergabe in Hausbau und in Straßenszenen, in der Familie, bei der Ausübung ihres Glaubens und ihrer Rituale, etwa mit der Darstellung nach der Geburt im Tempel. Im Mittelpunkt stehen die Kernaussagen des Evangeliums: Die Geburt Jesu als Weihnachtsbild neben der Kreuzigung.

Die Ausstellung ist allein schon sehenswert wegen der Fülle der lebensnah aufgebauten historischen Szenen mit den feinen LEA-Figuren, bei denen die drei Buchstaben völlig zu Recht für „Lebendig, Erzählen, Ausdrücken“ stehen, und täglich bis zum 10. Januar geöffnet (MV berichtete) im Pfarrheim. Für Gruppen gibt es Führungen, wozu man sich telefonisch anmelden kann bei Susann Kampling (Tel. 05975-917459). Bericht und Bilder: Franz Greiwe; siehe auch mv-online.de
Hier finden Sie die Öffnungszeiten der Ausstellung.
Für ortsfremde Besucher: Das Pfarrheim in Mesum finden Sie, wenn Sie von der Alten Bahnhofstraße ausgehend an der Johannes-Apotheke rechts abbiegen in Richtung Pfarrheim.

Eva Maria Jansen (l.) führte bei einem Rundgang die ersten Besucher durch die Ausstellung
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