Unsere Kirchengebäude

Im Folgenden lesen Sie die Texte aus der Statio am Tage der Fusion der Kirchengemeinden in Mesum, Hauenhorst
und Elte zur Gründung der neuen Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer in Rheine:

St. Johannes Baptist Mesum

Kirche Mesum St. Johannes Baptist
Die Kirche in Mesum St. Johannes Baptist

Die Mesumer Pfarrgemeinde kann auf ein ca. 650 jähriges Bestehen zurückschauen.
Wenn auch die Gründungsurkunde fehlt, so wissen wir doch, dass Mesum 1373 eine selbständige Pfarrei war und es eine kleine Pfarrkirche gab, die heutige „Alte Kirche“.
Über Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft das Bild der Gemeinde. Nach und nach siedelten sich sowohl Handwerk als auch Industrie an. Die Anzahl der Einwohner nahm kontinuierlich zu und damit auch die Anzahl der Kirchenmitglieder. 1890 wurde die heutige Pfarrkirche feierlich eingeweiht, die unter hohem Einsatz von Mesumern mitfinanziert und gebaut wurde. In allen zurückliegenden Jahrhunderten machten Unruhe, Kriege, Arbeitslosigkeit, schlechte Ernten auch vor Mesum nicht halt. Doch immer erneut haben sich die Menschen den Anforderungen ihrer Zeit gestellt, aus dem Glauben gelebt, Kraft und Zuversicht geschöpft.

St. Mariä Heimsuchung Hauenhorst

Kirche Hauenhorst St. Mariä Heimsuchung
Die Kirche in Hauenhorst
St. Mariä Heimsuchung

Die Pfarrgemeinde St. Mariä-Heimsuchung blickt auf viele Jahre zurück. Die Pfarrei besteht seit 1931, der Bau unserer Kirche wurde 1902 fertiggestellt. Aber auch vorher gab es bereits eine Kapelle und christliches Gemeindeleben in Hauenhorst, Catenhorn und Brochtrup.
Was hat die Kirche in Hauenhorst im Laufe der Jahre nicht alles erlebt? Einen Kaiser und zwei Weltkriege, Nachkriegsjahre und Wiederaufbau, eine friedliche Revolution und Wiedervereinigung und sogar ein Millennium.
Oder anders?
Unzählige Taufen, Erstkommunionen und Firmungen, Hochzeiten, Silber- und Goldhochzeiten. Auch viele Trauerfeiern. Und jede Menge Predigtminuten. Ganz schön viel erlebt, kann man sagen. Unsere Kirche hat Menschen Freude bereitet, manchmal auch Anlass zur Trauer gegeben. Vielen hat sie Mut gemacht, Menschen haben aus ihr und aus ihrem Glauben neue Kraft geschöpft. Kirche und Pfarrgemeinde haben Orientierung und Halt gegeben.
Viele, viele Lebensläufe sind durch ihre Wirkung bestimmt. Aber – und das ist ganz wichtig – das alles endet nun nicht. Ganz im Gegenteil: Wir stehen vor einem Neubeginn. Unsere Pfarrkirche St. Mariä-Heimsuchung hört zwar im rechtlichen Sinne auf zu existieren. Es entsteht aber etwas Neues, unsere Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer.
Wir feierten an dem Wochende der Fusion das Hochfest des Heiligen Johannes. An ihm wollen wir uns orientieren. Mit all unseren Gaben und Talenten, mit unseren
Stärken und unseren Schwächen wollen wir uns in unsere neue Pfarrgemeinde einbringen.
Auch unsere Kirche wird natürlich nicht geschlossen. Sie steht wie bisher allen Menschen offen und hat als Gemeindekirche in unserer Pfarrgemeinde einen festen Platz. Unsere Kirchenbücher werden zwar geschlossen, aber sie werden natürlich nicht entsorgt. Wir bringen sie und die vielen Namen, die in ihnen stehen, mit ein in unsere neue Pfarrgemeinde. Dann wird ein neues Buch aufgeschlagen, ein neues Kapitel begonnen. Wir schreiben Geschichte.

St. Ludgerus Elte

Kirche in Elte St. Ludgerus Elte
Die Kirche in Elte
St. Ludgerus Elte

350 Jahre Pfarrgemeinde St. Ludgerus Elte ist Geschichte. Doch die „Kirche in Elte“ bleibt im Dorf – wie seit den Tagen des Heiligen Ludger. Sie begann zu wachsen, als die ersten Einwohner dieses Fleckens zwischen Ems und Dünen das Wort der christlichen Botschaft im Herzen angenommen hatten.
Und die „Kirche in Elte“ wird sein, solange die Menschen an diesem Ort die Botschaft Jesu hören, sie annehmen und ihr Leben danach ausrichten.
Dankbar und stolz blicken wir auf die Geschichte unserer Gemeinde zurück und sind mit Freude erfüllt, dass die Geschichte Gottes mit den Menschen auch an diesem Ort Wurzeln geschlagen hat und heute noch lebendig ist. Wir gedenken der vielen Menschen, die den überlieferten Glauben durch das einfache Beispiel ihres Lebens weitergegeben haben.
Wir gedenken der Seelsorger, die dieser Gemeinde, oft über Jahrzehnte bis ins hohe Alter vorgestanden und gedient haben. Wir beten für unsere „Kirche in Elte“, dass sie künftig in der neuen Pfarrei am überlieferten Glauben festhalten und aus diesem Glauben das Leben in der Gemeinde und im Dorf segensreich gestalte.

 

 

 

 

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